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Immer wieder taucht die Frage auf, ob man Wanzen züchten kann. Im Interesse der schützenswerten Tiere ist jedem Laien - wegen mangelnder Fachkenntnisse - dringend davon abzuraten, eine Zucht anzulegen. Wie wir Menschen haben die Insekten nur ein Leben, das sie in ihrem natürlichen Lebensraum verbringen sollten. Es ist nahezu unmöglich, für die an Freiheit gewöhnten Krabbler perfekte, künstliche Lebensbedingungen zu schaffen. Wer dennoch die Entwicklungsstadien einer Wanze oder sogar einen Schlüpfvorgang beobachten möchte, kann folgendes Experiment machen, ohne dabei den Tieren Schaden zuzufügen: Vorbereitungen:
Nun beginnt die Beobachtungsphase, die je nach Entwicklungsstand der Larve schon nach kurzer Zeit ein Ergebnis bringen kann. Sind die Flügeltaschen bereits stark ausgebildet, ist es möglich, dass schon kurze Zeit später die 5. und letzte Häutung erfolgt. Sind die Flügeltaschen noch klein oder kaum zu sehen, häutet sich das Tierchen u.U. noch mehrmals, bis es erwachsen ist. Das kann viele Tage dauern. Die abgestreifte Larvenhaut findest Du dann irgendwo in der Dose. Die fertige Wanze, die zuerst milchig-blass wirkt, benötigt eine längere Ruhephase, bevor Du sie in die Freiheit entlassen kannst. Während dieser Zeit, in der das vom Schlüpfvorgang völlig erschöpfte Tier bewegungslos da sitzt, härten sich die ledrigen Flügeldecken und die arttypischen Farben und Muster bilden sich (Abbildungen 1 und 2). Abb. 1) > Abb. 2) > Aussetzen solltest Du das erwachsene Tier möglichst an der Stelle, an der Du es als Larve eingefangen hast.
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